Dienstag, 22. November 2011

Fleisch

Nachdem ich neulich mal wieder im Büro den ganzen Tag nichts gegessen hatte und auch den Verführungen der Süßigkeitenkiste (alles 70 Cent, nur Duplo, Kinderriegel und -country 35 Cent) heldenhaft widerstanden hatte, suchte ich den Supermarkt meines Vertrauens heim.

Auf der Suche nach einer kurzfristig verwertbaren und zuzubereitenden Kalorienzufuhr schlenderte ich durch die Tiefkühlabteilung und fand mich dann doch plötzlich an der Fleischtheke wieder.

Fleisch!

Nichts anderes war möglich. Blutiges Fleisch. Viel blutiges Fleisch. Das ist eine essentielle Gier, die mit nichts anderem zu vergleichen ist. Da gibt es kein Substitut. Nichts kann dieses tiefe Verlangen stillen, außer...Fleisch!

Ja, manchmal will man auch ganz heftig andere Dinge. Schokolade und Nudeln kommen dicht dran, da kann man ja auch einen ganz üblen Jachter drauf bekommen, aber nichts ist so ursprünglich und tiefempfunden, so absolut verzehrend wie das Bedürfnis nach...Fleisch!

Niederste Instinke werden wach. Rudimentäre Erinnerungen an Büffeljagden flackern auf (naja, in meinem Fall eher an die Kerle, die grunzend den Büffel in die Höhle brachten und dafür gelaust werden wollten oder so).

Fleisch!

Kennen Vegetarier sowas? Wird sowas unterdrückt oder keimt es gar nicht mehr auf?

Gemüsebratling!

Klappt das?

Ich jedenfalls hab mir ein 230g-Steak gegönnt, das ich mir zuhause in die Pfanne knallte und dann mit einem debilen Grinsen in mich rein schob.

Fleisch!

Nicht besser als Sex, aber ganz ganz dicht dran.